Dividenden-Aristokraten sind börsengehandelte Unternehmen die sich besonders durch die Zahlung einer konstanten Dividende auszeichnen.

Dividenden-Aristokraten haben ihre Dividende über einen Zeitraum von mindestens 25 Jahren stetig erhöht, so zeichnen sich diese Unternehmen durch eine Kontinuität aus, die es den Anlegern ziemlich leicht macht zu planen.

Dividenden-Aristokraten, auch Dividenten-Könige genannt, lassen somit auf ein grundsolides Geschäftsmodell schliessen, so nutzen dieses Qualitätsmerkmal viele Anleger, um gezielt in diese Aktienwerte zu investieren. Statt Nullzins erhält der Anleger so eine Dividendenrendite im Durchschnitt von 2,5 %, die jährlich steigt und aufgrund des Aristokratenstatus als extrem sicher angesehen wird.

Dividenden-Aristokraten sind also nicht nur als Säule für die Altersvorsorge interessant, sondern auch gerade für junge Menschen, die sich einen passiven Dividenden-Einkommensstrom aufbauen wollen.
Dividenden-Aristokraten sind häufig bei denjenigen Aktienunternehmen zu finden, die sogenannte nicht-zyklische Konsumgüter herstellen, also Güter bei denen die Nachfrage unabhängig von konjunkturellen Schwankungen konstant hoch ist. Besonders stark im Kreis der Dividenden-Aristokraten Unternehmer der Branchen Pharma (z.B. Johnson & Johnson, Abbott Laboratories), Energieversorger (Chevron Corp, ExxonMobil) und Hersteller von täglicher Konsumgüter (McDonalds, Unilever, Wal-Mart). Diese börsengehandelten Unternehmen finden sich vor allem deswegen im Kreis der Dividenden-Aristokraten, da aufgrund der konstant hohen Nachfrage nach deren Produkten auch konstant hohe Gewinne erzielt werden können.

25 Jahre für Dividendensteigerung und Dividendenwachstum sind schon ein langer Zeitpunkt, jedoch gibt es auch noch Dividenden-Aristokraten, die über die vergangenen 50 Jahre und sogar über 100 Jahre ihre Dividende jeweils anheben konnten.

Zu den Dividenden-Aristokraten die länger als 100 Jahre ununterbrochen eine Dividende zahlten zählen:

Zu den europäischen Dividenden Champions zählen:

  • Roche – Pharma – seit 1987 hat sich die Dividende ununterbrochen erhöht
  • Pearson – Medien – seit 1992 hat sich die Dividende ununterbrochen erhöht
  • Fresenius – Gesundheit – seit 1993 hat sich die Dividende ununterbrochen erhöht
  • L´Oreal – Konsum – seit 1995 hat sich die Dividende ununterbrochen erhöht
  • Novartis – Pharma – seit 1997 hat sich die Dividende ununterbrochen erhöht
  • Novo Nordisk – Pharma – seit 1998 hat sich die Dividende ununterbrochen erhöht
  • Imperial Tobaco – Tabak – seit 1999 hat sich die Dividende ununterbrochen erhöht
  • Vodafone – Kommunikation – seit 2002 hat sich die Dividende ununterbrochen erhöht
  • GlaxoSmithKline – Pharma – seit 2002 hat sich die Dividende ununterbrochen erhöht
  • Reckitt Benckiser – Konsum – seit 2003 hat sich die Dividende ununterbrochen erhöht

Wie ist die Rendite und das Risiko bei Dividenden-Aristokraten ?

Dividenden-Aristokraten weißen zwei identische Punkte auf – Risiko und Rendite. Sowohl Rendite als auch das Risiko sind bei Dividenten-Aristokraten relativ gering. Aristokraten bewegen sich bei der Rendite in der Regel zwischen 1 % und 3 %, in den wenigsten Aktienwerten liegt die Renditen höher.

Wie schaffen das diese Dividenden-Artistokraten ?

Eine Garantie dafür, dass sich die Dividende der Dividenden-Aristokraten so weiterentwickelt, wie dies bereits in den vergangenen 25 Jahren geschehen ist, gibt es natürlich auch bei Ausschüttungs-Aristokraten nicht. Doch die Dividenden-Aristokraten bewiesen es in der Vergangenheit, dass sie jeder Krise trotzen können.

Wie kommt es, dass diese Aktiengesellschaften trotz ständigem Auf und Ab an der Börse doch so konstant wirtschaften, Gewinne machen und sogar noch expandieren ? Bei Dividenden-Aristokraten handelt es sich meist um Aktienunternehmen, die sogenannte nicht-zyklische Konsumgüter herstellen, also Güter bei denen die Nachfrage unabhängig von konjunkturellen Schwankungen konstant hoch ist, so können die Dividenten-Aristokraten auch konstant hohe Gewinne erzielen.

Auch haben Dividenden-Aristokraten meist durch eine lange Tradition und eine besonders starke Marke, eine entsprechende Machtstellung bzw. Kapitalstellung (Experten sprechen hier auch vom Burggraben) vorzuweisen.
Mit diesem sogenannten Burggraben sichern sich die Dividenden-Aristokraten ab. Coca-Cola zum Beispiel ist wohl der älteste und bekannteste Dividenten-Aristokrat. Coca-Cola hat eine Markenbekanntheit in aller Welt von fast 100 %. Auf fast jeder Party weltweit gibt es dieses Erfrischungsgetränk, so hat Coca-Cola eine Machtstellung, die nur sehr schwer von anderen Getränkeherstellern aufgeholt werden kann.

 

Wie schlugen sich die Dividenden-Aristokraten in Krisenzeiten ?

Über die Jahrzehnte gab es ja immer wieder Krisen an den Finanzmärkten, dabei konnten Kursverluste auch schwindelerregende Höhen von 50% und mehr erreichen. Manche Aktien gingen in diesen Krisenzeiten sogar komplett in die Knie oder wurden von Wettbewerbern aufgekauft. In Krisenzeiten trennt sich meist auch die Spreu vom Weizen, so können Unternehmen, die gut gewirtschaftet haben und ein profitables Geschäftsmodell haben, diese Krisenzeiten nicht nur überstehen, sondern meist auch gestärkt daraus hervorgehen.

Natürlich ist die Vergangenheit keine Garantie für die Zukunft der Dividende, so kann man doch davon ausgehen, dass diese ist Dividenden-Aristokraten diese Krisen in der Vergangenheit gut überstanden haben und dies höchstwahrscheinlich auch in der Zukunft tun werden.

Was sind die Vorteile der Dividenden-Aristokraten ?

Der große Vorteil der Dividenden-Aristokraten liegt natürlich darin, dass diese Aktiengesellschaften die Dividende jährlich erhöhen und somit eine gewisse Stabilität und Planbarkeit für die Zukunft haben. Auch sollte man, vorausgesetzt die Aktie wird lange gehalten, den Zinseszins-Effekt bei den Dividenden-Aristokraten nicht unterschätzen. So sind Dividenden-Aristokraten gerade in Hinblick auf die Altersvorsorge sicher eine interessante Anlagestrategie.

Bei Beobachtung der Dividenden-Aristokraten-Werte lässt sich auch feststellen, dass der Aktienkurs dieser Unternehmen zumeist nicht so starken Kurssschwankungen ausgesetzt sind – sowohl nach oben als auch nach unten. Der Grund hierfür ist sicher darin zu sehen, dass es sich bei Dividenden-Aristokraten um sehr erfolgreiche und stabile Unternehmen handelt, deren Aktienkurs diese Stabilität in den meisten Fällen auch abbildet.

Was sind die Nachteile der Dividenden-Aristokraten ?

In der hohen Qualität der Dividenden-Aristokraten liegt sicher auch ein Nachteil. So kann man davon ausgehen, dass Investoren diese Stabilität und Sicherheit bereits in den Aktienkurs der Dividenden-Aristokraten eingepreist haben, was oft zu deutlich höheren Bewertungen an der Börse führt. Ebenfalls sollte man berücksichtigen, dass Dividenden-Aristokraten sehr oft nur zu einem hohen Aktienpreis an der Börse zu haben sind – also anhand fundamentaler Kriterien überbewertet sind. Somit ist Geduld erforderlich um den passenden Moment für den Aktienkauf zu finden – beispielsweise dann, wenn auch diese Aktienunternehmen im Zuge eines Crashs der gesamten Börse mit in die Tiefe gezogen werden.

Man kann sicher davon ausgehen, dass die Dividendenkönige Ihren Status „Dividenden-Aristokrat“ mit allen Mitteln verteidigen werden.
Sobald ein solches börsennotiertes Unternehmen einmal auf die Dividenden-Erhöhung verzichten muss oder für nur ein Jahr die Dividende nicht erhört, ist der Status „Dividenden-Aristokrat“ streng genommen für 25 Jahre verloren.

So werden diese Dividenden-Aristokraten sicher darum kämpfen, dass die Dividende von Jahr zu Jahr erhöht wird, was im schlimmsten Fall dazu führen kann, dass Entscheidungen getroffen werden, die langfristig nicht sinnvoll sind oder gar dem Unternehmen schaden. So müssen entweder die vorhandene Bargeldreserven für die Auszahlung der Dividende verwendet werden oder möglicherweise auch neue Schulden aufgenommen werden – beide Möglichkeiten sind ehr ein Warnsignal für Investoren.

Insgesamt überwiegen sicher die Vorteile und die hohe Qualität der Aktiengesellschaften, die sich als Dividenden-Aristokraten bezeichnen dürfen. Die Nachteile der Dividenden-Aristokraten kann man sicher vernachlässigen, jedoch sollte man beim Kauf von Dividenden-Aristokraten immer auf den richtigen Zeitpunkt warten und erst dann in die Dividendenwerte einsteigen.

Deutsche Dividenden-Aristokraten (Stand Dezember 2018) sind folgende Aktiengesellschaften:

Europäische Dividenden-Aristokraten (Stand Dezember 2018) sind folgende Aktiengesellschaften:

Amerikanische Dividenden-Aristokraten (Stand Dezember 2018) sind folgende Unternehmen:

Sind Dividendenkürzungen bei Dividenden-Aristokraten ein Warnsignal ?

Immer wieder werden bei börsengehandelten Unternehmen, teilweise auch bei Dividenden-Aristokraten, die Dividenden eingefroren oder aber gekürzt. So sollte man, auch bei Dividenden-Aristokraten, auf diese Warnsignale hören und demensprechend handeln.

Auch als Investor bei Dividenden-Aristokraten sollte man die aktuelle Lage des Aktienunternehmens immer im Blick haben um zu prüfen, ob das Geschäftsmodell des Dividenden-Aristokraten weiter steigende Gewinne und weiter steigende Dividenden ermöglicht.

Wie kann man die Dividenden-Rendite berechnen ?

Zur Berechnung der Dividendenrendite werden nur 2 Werte benötigt:

  • Dividende je Aktie
  • aktueller Aktienkurs

Die Formel zur Dividendenrendite:

Dividende in Euro je Aktie : Aktienkurs * 100 => Dividendenrendite

Schüttet beispielsweise eine Aktiengesellschaft eine Dividende in Höhe von 6,00 € aus und ihre Aktien haben einen Kurs von 80,00 €, ergibt sich daraus folgende Rechnung:

6,00 € : 80,00 € * 100 = 0,075 * 100 = 7,5 %
Somit beträgt die Dividendenrendite in diesem Fall 7,5 %.

Was ist die Dividendenstrategie ?

Nur kurz am Rande, oft hört man von der Dividendenstrategie, so zählt die
Dividendenstrategie wahrscheinlich zu den populärsten Investmentstrategien überhaupt.

Ziel der Dividendenstrategie ist es, in Aktiengesellschaften zu investieren, die eine sehr hohe und oder vor allem sehr zuverlässige Dividende (wie bei den Dividenden-Aristokraten) bezahlen.
Mit der Dividendenstrategie bzw. natürlich auch den Einzelwerten der Dividenden-Aristokraten, kann man sich über regelmäßige Dividendenzahlungen freuen.

Der Anlagehorizont der Anwendung der Dividendenstrategie sollte langfristig ausgerichtet sein.

Die Vorteile der Dividendenstrategie sind Folgende :

  • die Dividendenstrategie ist auch für Privatanleger einfach umsetzen
  • mit Dividenden kann man sich sehr einfach einen passiven Einkommensstrom schaffen
  • die Dividendenerträge können wiederum investiert werden, so erhöht sich der Depotwert automatisch
  • einvestierte Dividenden kurbeln den Zinseszins-Effekt erheblich an

Als Nachteile der Dividendenstrategie kann man folgende Punkte nennen:

  • Dividendenzahlungen werden nach der Ausschüttung vom Aktienkurs abgezogen
  • bei Dividenden aus dem Ausland fällt immer die Quellensteuer an. Die Rückforderung der bezahlten Quellensteuer ist je nach Land nicht einfach.

Wie sieht die steuerliche Lage bei Dividendenzahlungen aus ?

Ausschüttungen oder Kursgewinne von Aktien, natürlich auch von Dividenden-Aristokraten, unterliegen in Deutschland der Kapitalertragsteuer und müssen dementsprechend versteuert werden.

Wo kann man sich im Internet weiter über Dividenden und Dividenden-Aristokraten informieren ?

Im Internet gibt es jede Menge guter Informationsquellen zum Thema Dividenden-Aristokraten,
so kann man sicher die folgenden Seiten und Blogs nur empfehlen:

Hinweis: Die auf dieser Website enthaltenen Angaben beinhalten weder ein Angebot noch eine Aufforderung zum Kauf, Verkauf oder zur Zeichnung von Wertpapieren. Alle Angaben und Informationen wurden sorgfältig recherchiert, es kann jedoch keine Haftung oder Gewähr für die Richtigkeit übernommen werden.